Diagnose- und Differenzierungskompetenz in der Chemielehrerbildung

Eine wesentliche Voraussetzung von (Chemie-)Lehrkräften besteht darin, dass sie als Experten für das Lehren und Lernen nicht nur fachwissenschaftlich gut ausgebildet, sondern auch in der Lage sein müssen, dieses Wissen in ihrem Unterricht fachdidaktisch angemessen zu vermitteln, d. h. die Lerninhalte entsprechend den lern- und entwicklungsbedingten Voraussetzungen und Fähigkeiten der Schüler*innen aufzubereiten. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen bereits in der universitären Ausbildung Strukturen geschaffen werden, die es angehenden Lehrenden ermöglichen, ihre chemiespezifische Diagnose- und Differenzierungskompetenz frühzeitig zu entwickeln und zu fördern.Aufbauend auf eigenen Forschungsergebnissen wird der zentralen Frage nachgegangen, wie ein solcher Professionalisierungsprozess gestaltet werden kann bzw. muss, damit angehende Lehrende im Verlauf ihres Studiums auf eine angemessene didaktische Transformation von Wissen in Lerninhalte vorbereitet werden.